ERROR 404 – Rock Me, Baby!

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Rhauderfehn – Henning, Nils und Kai heißen die drei Nachwuchsmusiker aus Collinghorst und Rhauderfehn, die am vergangen Wochenende in Ramsloh reichlich Applaus ernteten. Für ihre überzeugenden Rock-Cover-Songs gab es sogar noch einen Bonus – eine Buchung gleich nach Auftrittsende für 2016.

Drei Schüler sind auf dem besten Wege, den Markt der Rock-Cover-Bands um eine Weitere zu bereichern. Ihr Debüt hatten sie auf dem diesjährigen Straßenfest in Barßel als Vorband von Harum Scarum, weiter gings beim Badewannenrennen in Pogum, ebenfalls als Vorband von NoTrix und am letzten Wochenende gaben sie ein einstündiges Konzert auf der Geburtstagsfeier des Lokals „Auszeit“ in Ramsloh. Dieser Auftritt brachte nicht nur viel Applaus ein, der Besitzer der Auszeit brachte gleich einen weiteren Auftritt mit der Band, die sich „Error 404“ nennt, für Mai nächsten Jahres in trockene Tücher.

Error 404, einen Namen den sonst nur Server ausspucken, wenn Seiten nicht gefunden werden war ein Spontanentschluss aufgrund einer lustigen Internetgrafik, wie die Drei beim Interview mitteilten.  Auf jeden Fall aber ein Name, den man sich gut merken kann und den man in Zukunft sicherlich noch öfter hören wird.

Drei junge Leute, die unterschiedlicher kaum sein könnten und dennoch viel gemeinsam haben: Alle drei besuchen derzeit die Oberstufe des Gymnasiums Rhauderfehn, alle drei bevorzugen Rock (wenn auch auf unterschiedliche Art), alle drei sind sehr musikbegeistert und haben sich klare, erreichbare Ziele gesteckt. Auf die Frage, welche Richtung sie einschlagen und wo sie denn hin wollen kam wie aus der Pistole geschossen: Erst mal ein gutes Abi, heutzutage ist eine gute Grundlage wichtiger denn je. Musikalisch auf jeden Fall noch ausbauen und wenn es irgendwann möglich ist, vielleicht mal einen eigenen Song machen. Für die Altersgruppe sind das auf jeden Fall sehr lobenswerte, vernünftige und auch erreichbare Ziele, träumen die meisten Nachwuchsmusiker doch davon, die Stones, AC/DC oder andere Bands abzulösen und jedes Wochenende in einer anderen Stadt spielen zu können.

Als Besonderheit der Band dürfte anzumerken sein: Sie sind ohne Frontmann oder -frau unterwegs. Alle drei singen nämlich, solo oder gemeinsam.

1-2 mal wöchentlich sind sie zusammen im Proberaum, neben dem Unterricht in der Schule und dem Musikunterricht mit Musikcoach Eduard „Eddi“ Deisinger wird natürlich auch zu Hause geprobt.

Henning Hauke (16, Bass, Gesang) macht seit drei Jahren aktiv Musik, zuerst ein Jahr auf der Gitarre, seit 2 Jahren spielt er E-Bass. „Das liegt mir einfach besser“, gibt er lachend zur Kenntnis und gesteht, Metal und „alles was laut ist“ seien genau sein Ding.

Nils Brandenburg (17, Gitarre, Gesang) der gemeinsam mit Henning ebenfalls seit 2 Jahren Gitarrenunterricht nimmt kommt aus einer musikalischen Familie, spielt auch Klavier und ein wenig E-Drum. Er bevorzugt Alternative, Progress und Krautrock als Musikrichtung.

Kai Greß (17, Schlagzeug, Gesang), erst zur rhythmischen Unterstützung dazu geholt komplettierte das Trio schließlich, so dass die drei 2014 ihr Bandprojekt aus der Taufe gehoben haben. Kai ist ebenfalls rockversessen, ihm haben es die Classics 70er und 80er angetan, verriet er uns im Gespräch.

Geformt hat die Band schließlich Eddi Deisinger, selbst Gitarrist mit mehr als 25jähriger Erfahrung in verschiedenen Bandprojekten. Neben Akustik- und E-Gitarre spielt der Rhauderfehner Musikcoach auch E-Bass und kann durch seine musikalische Vita einen großen Erfahrungsschatz aufweisen. Über die Jahre hinweg in verschiedenen Bandprojekten in Österreich, der Schweiz und Deutschland und unter der Fittiche von Musikproduzent Charly Bereiter (Beatrice Egli, Florian Silbereisen u.a.) aktiv hat der Musiker auch eine ganz eigene Meinung zum Unterricht: „In Zeiten von Facebook, YouTube und anderen virtuellen Möglichkeiten muss man sich schon ganz schön was einfallen lassen, wenn man den Kids noch was beibringen möchte. Die Theorie könnten sie auch ganz gut allein lernen. Wichtig ist, sie bei gemachten Fehlern zu korrigieren und diese ggf. je nach Musikrichtung auch mal zu fördern. Durch Fehler entstehen Styles und die sorgen für Individualität.“, so der Gitarrist. Das dieses Konzept der individuellen Förderung sehr erfolgreich sein kann, sieht man jetzt an Error 404.

Selbst ist Eduard „Eddi“ Deisinger derzeit in zwei Bandprojekten aktiv und nimmt für sich selbst den Satz: „Ich hab doch nie Zeit!“ in Anspruch. So ganz stimmt das nicht, erklärte er auf unsere Nachfrage schliesslich. „Wäre ja schade, wenn ich meine Erfahrung nicht weiter vermitteln könnte“, erklärte er mit einem verschmitzten Lächeln auf Anfrage während eines Konzerts, bevor er wieder zur Gitarre griff. Wir fassen die Aussagen mal so auf, dass es wohl doch ab und an etwas Zeit auch für neue Schüler gibt.

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