Von Papenburg nach Neuruppin – Zyklus für Maria

Öffentliche Führungen mit der Künstlerin persönlich

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Die Kunstschule Zinnober lädt herzlich in die Ausstellungen „Von Papenburg nach Neuruppin – Zyklus für Maria“ und „Erinnern für die Gegenwart“ in der Galerie im Forum Alte Werft ein. „Am 25. und 26. Januar bieten wir jeweils um 16 Uhr eine Führung an, bei der die Künstlerin Hannah Bischof zusammen mit einer Schülerin der Heinrich-Middendorf-Oberschule Aschendorf zu ihren Werken erzählen wird“, berichtet Dr. Viola Tallowitz-Scharf, stellvertretende Leiterin der Kunstschule.

Führung mit der Künstlerin Hannah Bischof
Die Schülerinnen und Schüler der Heinrich-Middendorf-Oberschule setzten sich zusammen mit der Berliner Künstlerin Hannah Bischof künstlerisch mit den Themen Euthanasie, Ausgrenzung und Mobbing auseinander. (Foto: Stadt Papenburg)

„Die Berliner Künstlerin Bischof verarbeitet in ihrem Zyklus den Lebens- und Leidensweg ihrer Großmutter Maria Fenski, die aus Papenburg stammt und im Zuge des sogenannten Euthanasieprogramms der Nationalsozialisten ermordet wurde, weil sie psychisch erkrankt war. Die Schülerinnen und Schüler des neunten Jahrgangs der Heinrich-Middendorf-Oberschule haben sich gemeinsam mit der Künstlerin, ihrer Lehrerin Nicole Kassens und der Kunstschule Zinnober im Rahmen mehrerer Kunstprojekttage mit den Themen Euthanasie, Ausgrenzung, Mobbing in der Schule sowie mit der eigenen Familiengeschichte auseinandergesetzt“, so Tallowitz-Scharf weiter.

„Die Ausstellung ist eine Aufforderung an die Gesellschaft, Ausgrenzung und Abwertung von Menschen nicht hinzunehmen, sondern zu bekämpfen“, erklärt Hannah Bischof, „Für mich waren die Workshoptage mit den Schülerinnen und Schülern eine sehr faszinierende und bereichernde Erfahrung. Ich war beeindruckt, weil es nicht so einfach ist, sich künstlerisch einer Person zu nähern, die vor gut einhundert Jahren geboren wurde und ein ganz anderes Leben und einen ganz anderen Alltag hatte als die Schüler ihn heute haben. Und weil es auch nicht leicht ist, das Thema ‚Ausgrenzung‘ so umzusetzen, dass die Betrachtenden es verstehen und einen Bezug zu der Ausstellung über Maria Fenski finden und herstellen können“.

Der Eintritt zu der Führung ist kostenfrei. Information und Anmeldung unter 04961-82324 oder unter kunstschule-zinnober@papenburg.de

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