Besucher geteilter Meinung über Krammarkt in Ramsloh

Ramsloh – Sehr geteilter Meinung ist man über den Krammarkt in Ramsloh derzeit. Während die einen den Krammarkt wiederhaben wollen, wie er in den letzten Jahren statt fand haben andere sich mit dem neuen Angebot arrangiert.

In Ramsloh schwelt es. Viele der Ramsloher möchten das alte Konzept zurück, an dem Samstags der Frühtanz statt fand. Auch eine zeitgleich stattfindende Veranstaltung im Ort und im Nachbarort sorgte für schlechte Besucherzahlen.

Statt dessen wurde in diesem Jahr ein neues Konzept eingeführt, mit dem sich viele Besucher nicht anfreunden können oder wollen. „Das alte Konzept war schlichtweg nicht kostendeckend.“, so Kevin Vos von Vos Events. Mit dem neuen Konzept habe man versucht, die Kosten für Zelt, Personal und DJ zu decken. Und man erhoffte sich auch vom sonntäglichen Frühtanz und der zugunsten Flugkraft e.V. stattfindenden Versteigerung einen größeren Besucherandrang.

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Am Freitagabend begann die Veranstaltung mit der 2. Saterländer Boxnacht, in der die U18 in diversen Gewichtsklassen antrat. Spannende Fights, Mütter, die zu Coaches wurden, insgesamt 8 Teams traten gegeneinander an. Platz für Besucher wäre wohl noch gewesen, anhand der Besucherzahl von knapp 150 Personen inkl. Teams und Familien scheint aber der Boxsport außerhalb von Klitschko & Co eher eine Randsportart zu sein.

Samstag legte Karsten Fugel alias DJ Null Problemo auf, gegen Mitternacht stürmten dann der „König von Lloret de Mar“ Don Francis und die aus dem Megapark bekannte Sängerin Ina Colada die Bühne. Die Party mit 3-400 Menschen dauerte bis in die frühen Morgenstunden. Das es nicht mehr Besucher waren, daran könnten das Schützenfest in Harkebrügge, seit Jahren ein Besuchermagnet und eine im Ort stattgefundene Parallelveranstaltung großen Anteil haben. So zog man sich gegenseitig die Besucher weg.

Auch der Frühtanz brachte nicht wirklich Besserung, viele verweigerten den Besuch der Veranstaltung, auch wenn 400 Liter Freibier ausgelobt waren. Erst gegen Mittag wurde es voller im Zelt, nämlich dann, als es an die Versteigerung von allerlei Sachspenden und Gutscheinen zugunsten des Fotoprojekts Flugkraft e.V. ging. Ingesamt konnten auf dieser Auktion 915 Euro erlöst werden, die durch Spenden auf 1000,- Euro aufgestockt wurden. Direkt im Anschluss wurde das Geld durch Eugen Maier, Organisator des Krammarkts an Anne de Vries von Flugkraft e.V. übergeben.

Auch auf dem Flohmarkt war „tote Hose“. Obwohl an den Veranstalter des Elisabethfehner Meilenmarktes abgegeben, waren nur ein paar Stände direkt vorm Zelt zu finden. „Viele haben kurzfristig heute morgen wegen des wechselnden Wetters und der schlechten Prognose abgesagt.“, so Eugen Maier.

Alles in allem dürfte das letzte Wort in Sachen Krammarkt in Ramsloh noch nicht gesprochen sein. Fakt ist, das es immer weniger Traditionsfeste gibt, weil die Kosten für Sicherheitskonzepte und andere Auflagen in die Höhe schnellen, die günstigen Preise aus „guten alten Zeiten“ aber weiterhin verlangt werden.

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