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Mittwoch, 25. November 2020
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Gemeisam gegen Hass und Hetze, für Respekt und Toleranz

Landrat Matthias Groote ruft dazu auf, sich stärker für Werte wie Fairness und Toleranz einzusetzen. Deshalb möchte er ein „Bündnis für Respekt“ schmieden. In einer Pressemitteilung erklärt der Landrat: „Gerade in der heutigen Zeit erscheint mir das mehr und mehr wichtig zu werden – denn: Der Respekt voreinander nimmt nicht zu, er nimmt leider ab. Ein Blick in die Kommentarspalten der sogenannten sozialen Medien reicht, um zu erkennen: Es herrscht ein rauer Umgangston, die Sprache verroht, Hass und Hetze sind mittlerweile an der Tagesordnung.“

Als Beispiel nennt der Landrat, dass Einsatzkräfte von Feuerwehr, Rettungsdienst und Polizei beschimpft, beleidigt und bedroht werden, im Internet und sogar im Einsatz, wenn sie anderen Menschen zur Hilfe eilen. Gerade erst an diesem Mittwoch hat sich ein schockierender Vorfalle ereignet: Zwei Notfallsanitäter sind bei einem Einsatz angegriffen und verletzt worden, sodass sie fürs Erste dienstunfähig sind. Auch Ehrenamtliche wie Schiedsrichter oder Kommunalpolitiker sähen sich rüden Attacken ausgesetzt. „Diese Beleidigungen und Drohungen dürfen wir denen, die so reden, nicht durchgehen lassen. Dagegen müssen wir uns zur Wehr setzen, indem wir uns stark machen für Respekt und Toleranz – und dies auch öffentlich zeigen.“

Gemeinsam für ein respektvolles Miteinander in der Gesellschaft

Deswegen möchte der Landrat zusammen mit Vertretern vieler gesellschaftlicher Gruppen ein breites Bündnis ins Leben rufen: gegen Hass und Hetze, für Respekt und Toleranz. „Ich freue mich, dass sich bereits eine Vielzahl von Unterstützern gemeldet hat, die dabei mitwirken wollen“, so Groote. Dazu gehören Bundes-, Landtags- und Kommunalpolitiker ebenso wie Vertreter von Polizei, Rettungsdienst und Feuerwehr, von Wirtschaft und Gewerkschaft, Kirche, Sport und Kultur. „Dafür bin ich wirklich sehr dankbar“, sagt der Landrat – und betont dabei die Rolle von Kreisbrandmeister Johann Waten, der den Anstoß zu dem Aktionsbündnis gegeben hat.

Landrat Groote freut sich ebenso darüber, dass Landrat Olaf Meinen im Nachbarkreis Aurich die Initiative „Aurich zeigt Gesicht“ ins Leben gerufen hat, die sich ebenfalls gegen Hass und Hetze richtet. „Je mehr Menschen Gesicht zeigen und für Respekt eintreten, desto besser.“

Das „Bündnis für Respekt“ im Landkreis Leer soll eine ideelle Initiative sein, die nicht nur für Solidarität mit Einsatzkräften wirbt, sondern sich generell für ein respektvolles Miteinander in der Gesellschaft einsetzt: in der Nachbarschaft, am Arbeitsplatz, im Verein und in den sozialen Medien.

Viele Aktionen im Internet

Die Botschaft, sich für Werte wie Toleranz, Offenheit und Respekt einzusetzen, soll in den kommenden Wochen und Monaten mit einer öffentlichen Kampagne verbreitet werden, die vor allem im Internet laufen wird – zumal in Zeiten von Corona analoge Aktionen mit persönlichen Kontakten schwieriger geworden sind. Es wird zum Beispiel einen Aufruf geben, der im Netz geteilt werden kann; Unterstützer der Kampagne melden sich per Video-Botschaft zu Wort; Internet-Nutzer können ihre Unterstützung mit einem „Respekt“-Sticker ausdrücken; vor dem Kreishaus wird ein großes Banner auf die Aktion aufmerksam machen; der Landkreis wird einen Kalender zum Thema herausbringen; die Volkshochschule möchte ein Deeskalations-Training anbieten. Aktuelle Informationen sowie Video-Botschaften zur Aktion können auf der Internetseite www.wirhabenrespekt.de abgerufen werden.

Landrat Matthias Groote setzt vor allem darauf, dass sich Bürgerinnen und Bürger beteiligen: „Helfen Sie, die Botschaft des respektvollen Umgangs zu verbreiten, werben Sie für Toleranz und Fairness – und gehen Sie, gerade in den sozialen Medien, mit gutem Beispiel voran. Es wird Zeit für mehr Respekt!“

Liste der Erst-Unterstützer beim „Bündnis für Respekt“:
die Bundestagsabgeordneten Gitta Connemann (CDU) und Markus Paschke (SPD)
die Landtagsabgeordneten Johanne Modder (SPD), Ulf Thiele (CDU) und Meta Janssen-Kucz (Bündnis 90/Die Grünen)
Anja Troff-Schaffarzyk (SPD), Vorsitzende des Kreistages
Hedwig Pruin (CDU), „Alterspräsidentin“ des Kreistages
Helmut Collmann, Ehrenpräsident der Ostfriesischen Landschaft
Günter Harders, Sprecher der Bürgermeister im Kreis Leer
Johann Waten, Kreisbrandmeister
Bernhard Bramlage, Präsident des DRK-Kreisverbandes
Johannes Lind, Polizeidirektor, Polizeiinspektion Leer/Emden
Jörg Kromminga, Vorsitzender des Kreissportbundes
Tom Bohmfalk, Vorstand des Turnerbundes im Kreis Leer
Edzard Wirtjes, Veranstalter des Ossiloops
Christa Olearius, Superintendentin des Kirchenkreises Emden-Leer
Matthias Brahms, Inhaber und Betreiber multi Ostfriesland Center
Sylvie Gühmann, Autorin
Thomas Gelder, 1. Bevollmächtigter IG Metall Leer-Papenburg
Bernhard Fokken, Journalist
Jasmin Sanders, „Löppt“-Botschafterin

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