Hearts Fear im eigenen Revier: Zweites Konzert in Flachsmeer

Ein Feuerwerk gab es nicht nur über der Bühne

Flachsmeer – Große Bühne, viel Licht, viel Sound und vier Musiker – Hearts Fear spielten am vergangenen Samstag in der Homezone. Freunde, Fans und Feierwütige kamen in Massen.

Anschnallen und die Rückenlehnen senkrecht stellen

Traditionell flog schon am späten Vormittag der Flieger mit dem großen Hearts Fear-Banner über das Einzugsgebiet der Band. Spätestens jetzt ist auch dem letzten Fan klar: Heute gibt es kühles Bier und guten Rock in geselliger Runde.

Schon im Vorverkauf gingen rund 800 Karten über die Theke. Und auch an der Abendkasse bildeten sich kurz vor Konzertbeginn immer wieder mal kurze Schlangen. Obwohl im benachbarten Papenburg „Torfrock“ auf der Blumenschau die Rockfans ebenfalls lockte, war die Nachfrage für das diesjährige Konzert für den guten Zweck wieder hoch.

Nur ein Konzert pro Jahr

Vor einiger Zeit hieß es noch: „10 Jahre unbuchbar“ und genau das ist Hearts Fear auch. Auf Anfragen von Veranstaltern reagieren die Brüder Ralf (Gitarre/Gesang) und Frank Janssen (Bass/Gesang), Jens Boldt (Keyboard, Gitarre/Gesang) und Michel Cramer (Schlagzeug) mit Ablehnung. Und genau das macht die Konzerte so besonders. Nur einmal jährlich verlassen die vier Musiker ihren „Probenschuppen“ für ein Konzert.
Und wenn es soweit ist, kann der Besucher auch was erwarten: Bühne, Licht, Feuerwerk und Funkenregen sind nur ein Teil der Bühnenshow, die von den Akteuren auf der Bühne und an der Technik alles fordert.

Rocken für den guten Zweck

Schon seit Jahren rockt die Band für die Nyeri Kinderhilfe e.V. und hat die Erlöse aus den Konzerten im hohen, fünfstelligen Bereich für den guten Zweck gespendet.

Hearts Fear
Nikolaus Nordmann (Nyeri Kinderhilfe e.V.) und Christoph Hoek (Raiffeisenbank Flachsmeer)

Die erste Bandpause nutze Nikolaus Nordmann (Nyeri Kinderhilfe e.V.) um über die Arbeit des Vereins, die Fortschritte und Ziele zu berichten. Christoph Hoek (Vorstand Raiffeisenbank Flachsmeer) fügte hinzu, das die Bereitstellung des Geländes für den guten Zweck Ehrensache ist und das man friedlich feiern möchte.

Ungewohnter Start eines Rockkonzerts

BenTax alias Bennet Janssen rappte sich im Vorprogramm über die große Bühne. Das eigentlich an Rock ausgerichtete Publikum allerdings wurde auch beim groovigen Sound und kernigen Sprüchen schnell warm mit dem ungewöhlichen Startact des Abends.

Hearts Fear
BenTax (Bennet Janssen)

Zweiter im Bunde des Vorprogramms machte der Spielmannszug Flachsmeer e.V., der auch schon das Konzert vor zwei Jahren im Vorprogramm musikalisch einläutete. Viel Applaus konnten der Spielmannszug für sein Heimspiel einheimsen. Live-Gesang (Janka Beening), gepaart mit den Klängen eines Spielmannszuges, „Mambo“ mit Tanzeinlage und auch „Ciao Bella Ciao“ begeisterten das Publikum.

Hearts Fear
Spielmannszug Flachsmeer e.V.

4 x Rock am Stück mit Extra

4 Sets legte die Band vor, eines rockiger als das Verhergehende. „Pass auf“ aus dem eigenen Band-Portfolio legte den Grundstein der Sound- und Lichtschlacht auf der Bühne. Stücke von „The Who“, „CCR“, „Depeche Mode“ und den „Beach Boys“ fegten von der Bühne ins Publikum. Traditionell sind schon die Gastauftritte von Alfred Stamm an den Drums. Und spätestens, wenn Tobias Grave die Bühne betritt, weiß das Publikum es ist an der Zeit für „Whiskey in the Jar“ von Thin Lizzy.

Neben eigenen Songs („Kein Bier vor Fear“, „Ohne Bier, ohne mir“) zu denen sich das Publikum sehr textsicher zeigte, gab es auch einen musikalischen Gruß nach Papenburg. Der „Presslufthammer-B-B-Bernhard“ (Torfrock) zusammen mit den Fans dürfte weithin zu hören gewesen sein.

Hearts Fear
Feuerwerk auf und über der Bühne
AD Blaulicht-Party