NoTrix im Zollhaus – sitzend headbangen

Der Nachholtermin aus der "Set di daal" - Reihe war zeitgleich das erste Konzert für die Band nach 19 Monaten Pandemie-Pause.

Sitzkonzert ist Sitzkonzert, das galt am vergangenen Samstag auch für eingefleischte Rockfans. Mehr als auf dem Stuhl rutschend headbangen oder verwegen mit dem Fuß wippen war auf dem Nachholtermin des „Set di daal“-Konzerts nicht drin.

Es war das erste Konzert nach 19-monatiger Pandemie-Pause. Neben der Vorstellung der neuen Bandmitglieder präsentierte sich die Rock-Cover-Band „NoTrix“ auch mit komplett überarbeiteter Setliste.

„Set di daal“ im Zollhaus Café

Kleine Bühne, wenig Platz, sitzende Rockfans. Eigentlich all das, was die Band „NoTrix“ von ihrem eigentlichen Bühnenprogramm so gar nicht gewohnt ist. Gitarrist Thorsten „Wispel“ Vesper, der gern mal auf der Bühne auf Wanderschaft geht, Sänger Stefan „Elvis“ Geiger, den es für gewöhnlich auch nicht still vor dem Mikrofon hält, Schlagzeuger und Uhrwerk Kai „Hoffi“ Hoffmann, der zwar gut hörbar die Felle bearbeitete aber hinter dem Rücken des Sängers kaum zu sehen war. Dazu ein Publikum, dass seinen gewohnten Platz vor der Bühne nicht einnehmen kann. Eigentlich alles keine guten Vorraussetzungen für ein handfestes Rock-Konzert.

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Vielleicht war das der Grund, warum im Leeraner Zollhaus-Café einige Plätze unbesetzt blieben. Vielleicht auch, weil die Corona-Testmöglichkeiten allerorts zurückgebaut werden und es für Gäste, die noch nicht vollständig geimpft sind oder nicht geimpft werden dürfen auch immer aufwändiger wird, einen Testnachweis für den Konzertbesuch zu besorgen.

Weg von „Best of Fetenhits“ hin zu Rock-Klassikern

NoTrix hatte in den jetztigen Formation lediglich die Möglichkeit ein Konzert zu spielen, bevor die Pandemie und die damit verbundene Schließung der Kulturstätten und Absage der zahlreichen Feste die Musiker in die Zwangspause schickte. Nicht untätig, via Video-Stream-Probe, verschickten Soundschnipseln und mehr wurde die Setlist komplett überarbeitet. Viele der „alten Stücke“, die man auf jedem Cover-Rock-Konzert hört fielen der Löschung zum Opfer. Statt dessen setzt die Band jetzt auf „handgemachten Qualitätsrock“, auf so manche B-Seite eines ausgelutschten in Dauerschleife gespielten Stücks.

So finden sich auf der aktuellen Setlist Perlen wie „Fortunate Son“ von CCR, „Careless Wisper“ von George Michael in einer Rockversion, „Bonnie & Clyde“ von den Toten Hosen oder „Learn to fly“ von den Foo Fighters. Und die machen sich ausnahmslos gut neben „Born to be wild“ von Steppenwolf oder „Whiskey in the jar“ von Metallica.

Wenig Zeit, viel Arbeit

Um für das neue Programm proben zu können, wurden gleich nachdem die Freigabe dafür erfolgte zahlreiche Termine angesetzt. Viele Stunden im Proberaum, die sich nicht nur für die Fans gelohnt haben dürften. Das Publikum äußerte sich nach dem Konzert positiv für die neue (und eigentlich bei Gründung angedachte) Richtung, die das neue Programm einschlägt. So finden sich neben aufgemotzten Pop-Songs auch Metal und Punk künftig im Portfolio von NoTrix wieder. Echter Rock, handgemachte Fleißarbeit, wie man es sich auf einem Rockkonzert wünscht.

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