Grenzenlos genial – Comedian Alain Frei startet die Papenburger Kultursaison

Premiere für Alain Frei und Papenburg Kultur - die erste Indoor-Show nach Beginn der Corona-Pandemie

- Anzeige -

Die Zeiten, in denen sich der schweizer Exportschlager Alain Frei zu seinem Solo-Programm selbst ankündigen musste, sind schon lange vorbei. Am vergangenen Mittwoch gab es die erste „After-Shutdown“-Indoor-Show des Schweizers in Papenburg, corona-bedingt allerdings nur vor ca. 180 Gästen. Gleichzeitig war der Comedy-Abend der Einstieg in die neue Spielsaison 2020/2021 von Papenburg Kultur.

Alain Frei, Stadthalle Papenburg "Grenzenlos"
Alain Frei zeigte in der Stadthalle Papenburg, dass auch in Corona-Zeiten gelacht werden darf.

Es war die erste Indoor-Show nach Corona-Beginn

Alain Frei betrat weitläufige Bühne der Papenburger Stadthalle und freute sich über die rund 180 Gäste (derzeit sind die sonst 900 Plätze der Stadthalle durch Sicherheitsabstände stark dezimiert), die zu seinem ersten Auftritt nach Ausbruch der Corona-Pandemie (und seinem ersten Auftritt in Papenburg überhaupt) in einer Halle gekommen waren. „Und wenn nur ihr Beide hier gewesen währt, ich hätte auch nur für euch gespielt“ – mit diesem Satz, gerichtet an Besucher aus den vorderen Reihen dürfte er sich gleich in die Herzen der Papenburger Comedy-Fans eingeschrieben haben. Denn zuletzt habe er vor Open Air vor Autos gespielt, erzählte der seit 2004 auf der Bühne stehende Künstler, bei denen die Besucher dann hupen statt applaudieren. Was jetzt zur Folge hat, dass er sich bei jedem Hupen im Straßenverkehr verbeugt. Für den Wahlkölner sicherlich ein strammes Fitnessprogramm zur täglichen Rush-Hour.

Spiel mit Klischees

Ein Stand-Up-Comedian, der mit Klischees spielt ist nicht neu, könnte man meinen. Das es auch erfrischend anders geht, zeigte Alain Frei mit seinem Programm „Grenzenlos“ in der Papenburger Stadthalle. Immer wieder interagierte der aus Fernsehformaten wie „Nightwash“ oder „Quatsch Comedy Club“ bekannte Schweizer mit dem Publikum und nahm die ihm zugespielten Worte gekonnt und ziemlich schlagfertig ins Programm auf. So vielseitig, wie man es eben auch von einem Schweizer Taschenmesser kennt.

Versetzte Sitzreihen, Sicherheitsabstand und Alain Frei auf der Bühne. Spaß coronakonform für die Kulturinteressierten in der Papenburger Stadthalle.

Klischees, Übertreibungen, einen Schuß Sarkasmus und viele, viele Spitzfindigkeiten machen das aktuelle, kurzweilige Programm aus. So schnell es von Thema zu Thema geht, so grenzenlos scheinen auch die Themengebiete zu sein, über die es zu erzählen gibt. Vom typischen Schweizer Klischee „alle Schweizer sind reich“ über „Dorftrottel, die finden sich heute im Internet und sie vermehren sich“ bis hin zu Hotelübernachtungen, die als Vorlage für eine Edgar-Wallace-Verfilmung hätten dienen können besteht das Programm aus lauter Situation, in denen man sich selbst schon befunden haben könnte. Da der Comedian ständig während des Programms mit dem Publikum interagiert, dürfte sich keine Show der anderen gleichen und jeder Auftritt etwas anders verlaufen. Dabei lotet Alain Frei permanent die Grenzen des Publikums aus, um immer wieder daran zu kratzen zu können.

Fazit: Wer Gags mag, die aus der Hüfte und manchmal ein wenig darunter kommen, über Klischees, andere und sich selbst lachen kann, für den sei das aktuelle Programm „Grenzenlos“ von Alain Frei umbedingt empfohlen. Aktuelle Spieltermine und Spielorte finden sich auf der Homepage des Comedians.

Schwierige Bedingungen perfekt umgesetzt

Zur kommenden Kultursaison „Stürmische Zeiten“ haben sich die Organisatoren von Papenburg Kultur zahlreiche Gedanken gemacht, um die Sicherheit ihrer Gäste zu gewährleisten. Herausgekommen ist ein ausgeklügeltes Einwege-Führungssystem mit Abstand, floureszierenden Markierungen auf dem Boden und Hygiene-Lotsen an allen Eckpunkten. Auch Kulturreferent Ansgar Ahlers freute sich über den Zuspruch der erschienenen Kulturhungrigen zur Einstiegsshow in die neue Spielzeit. Nach der Begrüßung des Publikums, einer kurzer Erklärung der Regeln, die auch auf einem Merkblatt für jeden Gast ersichtlich waren, dankte er den Gästen für den Mut, die erste Show unter den neuen Bedingungen in der Stadthalle besucht zu haben.


fehnblogger
fehnbloggerhttps://www.fehnblogger.de
(Live-) Musik, Bücher, (Video-) Games, Kultur und Natur. Kaffee statt Tee. Lieber See als Berge.

Neueste Artikel

Ähnliche Artikel