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Mittwoch, 30. November 2022

Träume sind wie wilde Tiger

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Rund 200 Schüler aus und um Papenburg hatten am Donnerstagmorgen die Gelegenheit, den von der Deutschen Film- und Medienbewertung mit dem Prädikat „wertvoll“ ausgezeichneten Film „Träume sind wie wilde Tiger“ im Kino Papenburg zu sehen. Im Anschluss an die Premiere in Papenburg standen die Hauptdarsteller Annlies Krischke und Shan Robitzky den Besuchern für viele Fragen, Selfies und Autogramme zur Verfügung.

Träume sind wie wilde Tiger | Kino | Papenburg
Mehr 200 Kinder rund 1,5 Stunden auf den Sitzen zu halten – dem Film „Träume sind wie wilde Tiger“ ist das problemlos gelungen.

Der Film

Für den zwölfjährigen Ranji aus Mumbai ist Bollywood das Größte: Die bunten Filme der indischen Filmindustrie mit ihren ansteckenden Songs und Tanzchoreographien machen ihn glücklich – wie Millionen anderer Landsleute. Nichts wünscht er sich mehr, als einmal mit seinem erklärten Helden, dem indischen Superstar Amir Roshan, vor der Kamera zu stehen. Doch seine große Sehnsucht rückt in unerreichbare Ferne, als seine Eltern dem Jungen ihren Traum eröffnen, ins weit entfernte Deutschland auszuwandern.
Nur die Hoffnung auf die Teilnahme an einem Casting für den neuen Film von Amir Roshan hält ihn aufrecht – auch wenn das in seiner alten Heimat Indien stattfindet. Für seine Träume muss man kämpfen – von allein gehen sie nicht in Erfüllung. Das weiß auch Nachbarsmädchen Toni, die sich für Ranji als unerwartete Verbündete erweist.
Mit Mut und vereinten Kräften machen sich die beiden daran, ihre Träume wahr werden zu lassen – und finden dabei auch noch das Glück wahrer Freundschaft.

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Offizieller Trailer des Verleihs „Wild Bunch Germany“

Möglich machte das Vormittags-Kino-Event die Zusammenarbeit von Papenburg Kultur und der Kinobetriebe Muckli. Der von Lars Montag als Regisseur umgesetzte Film ist dabei weit mehr als nur ein „Kinderfilm“. Er lässt die deutsche und indische Kultur aufeinanderprallen, es geht um Mobbing, Ausgrenzung, Vorurteile und Träume. Mit viel Situationskomik und tollen Tanz- und Gesangsszenen ist der Streifen ein Film fürs Familienkino.

Gedreht wurde der Film, der die Nominierung als Bester Kinder- und Jugendfilm des Filmfestivals Mecklenburg-Vorpommern 2021 bekam, von März bis August 2020 in Berlin, Halle und Mumbai. Dort unter anderem in einem echten Bollywood-Studio.

Viele Kinder, viele Fragen

Träume sind wie wilde Tiger | Kino | Papenburg
Standen im Anschluss Rede und Antwort: Kulturreferent Ansgar Ahlers sowie die Schauspieler Annlies Krischke und Shan Robitzky

Im Anschluss an den Film hatten die jungen Zuschauer die Möglichkeit, Fragen zu Film, Inhalt und Schauspielern zu stellen. Extra dafür waren die Hauptdarsteller aus Berlin und Hildesheim nach Papenburg gereist. Auch für Selfies und Gruppenfotos standen die Jungschauspieler im Kino-Foyer zur Verfügung und erfüllten zahlreiche Autogrammwünsche.

Der den „Ranji Ram“ verkörpernde Shan Robitzky verriet auf die Frage aus dem Publikum, ob er denn wirklich Inder sei, mit einem Schmunzeln, dass er deutsch-französischer Herkunft ist. Und auch, das im Film natürlich nicht die echten Eltern spielten, sondern Schauspieler. Und auch Annlies Krischke alias „Toni Nachtmann“ erwies sich als gar nicht so fies, wie anfangs im Film dargestellt. Sie verriet, das beide vorher schon getanzt und zum Teil auch Schauspielerfahrung hatten. Für beide Hauptdarsteller war es der erste „richtige Film“.

Die Rolle des „Ranji Ram“ war bereits vergeben, als die weibliche Hauptrolle der „Toni Nachtmann“ gecastet wurde. Shan Robitzky, beim Casting dabei, spürte gleich, dass die Chemie der „Toni“ durch die Besetzung mit Annlies Krischke passt. Beide Jugendschauspieler, von denen man hoffentlich noch mehr sehen wird, kannten sich bis zum Cast nicht.

Zunächst, so verrieten Beide, ging es als Vorbereitung rund einen Monat zur Tanzschule, dann wurden Drehbuch und zuletzt Texte gelernt. Rund drei Monate, neben der Schule wurde für den Film getanzt und gepaukt. Für die Dreharbeiten in Halle und Berlin waren sie in den Ferien unterwegs, für den Dreh rund 14 Tage in Mumbai wurden die beiden Schüler mit sehr guten Noten vom Unterricht befreit.

Fazit

Der Film verdient eine Empfehlung, nicht nur für Bollywood-Fans oder Kinder. Rund 96 Minuten Kurzweil, Tanzszenen, die unweigerlich im Kino-Sessel die Füße mitwippen lassen und eine rasante Story, die trotz teils ernster Hintergründe mit viel, viel Komik versehen ist. Die 200 Besucher der Films waren begeistert. So mancher dürfte als Kinogast gekommen und als Tänzer oder Tänzerin gegangen sein, denn sicher wurden einige „Moves“ am Nachmittag geübt. Von den Papenburger Kindern jedenfalls erntete der Streifen großen Applaus, den wir nur bestätigen können.

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